| Lernfeld | 3 | Lernfeld Titel | Clients in Netzwerke einbinden |
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| Lernfeld Stunden | 84 |
| Kernkompetenz | Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Kompetenz, eine Netzwerkinfrastruktur zu analysieren sowie Clients zu integrieren. |
| Erwartete Handlungskompetenz am Ende der Berufsausbildung in Anlehnung an ausgewählte Berufsbildpositionsbeschreibungen | Sie führen Gespräche situationsgerecht und beraten
Kunden und Kundinnen unter Berücksichtigung der
Kundeninteressen. Sie analysieren IT-Systeme zur Bearbeitung betrieblicher Fachaufgaben und konzeptionieren, konfigurieren, testen und dokumentieren diese unter Beachtung insbesondere von Lizenzmodellen, Urheberrechten und Barrierefreiheit. Sie erheben und bewerten betriebswirtschaftlich relevante Daten und berücksichtigen dabei Geschäfts- und Leistungsprozesse. Sie holen Angebote zu IT-Komponenten, IT-Systemen und IT-Dienstleistungen ein, bewerten diese und vergleichen Spezifikationen und Konditionen. Sie wenden betriebliche Qualitätssicherungssysteme im eigenen Arbeitsbereich an, führen Qualitätssicherungsmaßnahmen projektbegleitend durch und dokumentieren diese. Sie stellen Ursachen von Qualitätsmängeln systematisch fest und beseitigen und dokumentieren sie. |
| Zielformulierung/Kompetenzen aus Handlungsfeld | 1 Die Schülerinnen und Schüler erfassen im Kundengespräch die Anforderungen an die Integration von Clients (Soft- und Hardware) in eine bestehende Netzwerkinfrastruktur und leiten Leistungskriterien ab. |
| 2 Sie informieren sich über Strukturen und Komponenten des Netzwerks und erfassen deren Eigenschaften und Standards. Dazu verwenden sie technische Dokumente, auch in fremder Sprache. Sie nutzen physische sowie logische Netzwerkpläne und beachten betriebliche Sicherheitsvorgaben. | |
| 3 Sie planen die Integration in die bestehende Netzwerkinfrastruktur, indem sie ein anforderungsgerechtes Konzept auch unter ökologischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten (Energieeffizienz) erstellen. | |
| 4 Sie führen auf der Basis der Leistungskriterien die Auswahl der Komponenten durch. Sie konfigurieren Clients und binden diese in das Netzwerk ein. | |
| 5 Sie prüfen systematisch die Funktion der konfigurierten Clients im Netzwerk und protokollieren das Ergebnis. | |
| 6 Sie reflektieren den Arbeitsprozess hinsichtlich möglicher Optimierungen und diskutieren das Ergebnis in Bezug auf Wirtschaftlichkeit und Ökologie. | |
| Exemplarische Lernsituation zu Kompetenzen | 1-6 Ein KMU der Weiterbildungsbranche will einen zusätzlichen Schulungsraum für Weiterbildungen im Bereich cyber-physischer Systeme und der entsprechenden Skript- und Programmiersprachen einrichten. Dafür informieren sich die Schülerinnen und Schüler als Auftragnehmer im Kundengespräch über die Komponenten der bestehenden Netzwerkinfrastruktur und die Anforderungen des Unternehmens an den Schulungsraum. Sie prüfen die Möglichkeit, für eine definierte Anzahl von Arbeitsplätzen SBCs kabelgebunden in die vorhandene Netzwerktopologie zu integrieren. Anhand ihrer Überprüfung definieren sie Kriterien für die Auswahl der erforderlichen Schnittstellen. Danach planen die Schülerinnen und Schüler die erforderlichen Netzwerkerweiterungen aus physischer und logischer Perspektive. Sie berücksichtigen dabei die Einschränkungen auf der jeweiligen Netzwerkschicht (z.B. maximale Kabellängen). Dabei entwickeln sie Adressierungsschemata auf OSI-Layer 3 (Subnetting). Anhand ihrer Planung binden sie die Einplatinenrechner physisch und logisch unter Nutzung des vorinstallierten Betriebssystems z.B. mit Hilfe einer grafischen Benutzeroberfläche in die bestehende Netzwerkinfrastruktur ein. Unter Nutzung eines einfachen Testprotokolls prüfen die Schülerinnen und Schüler mittels (rudimentärer) Kommandozeilenbefehle die Funktionalität und Konnektivität ihrer Netzwerkerweiterung. |
| Mögliche Handlungsprodukte | Strukturiertes Gesprächsprotokoll zu den
netzwerktechnischen Anforderungen des
externen Kunden Schüler-Wiki zu den für die Lösung der Aufgabenstellung wichtigsten erforderlichen Grundlagenkenntnissen Grafische Darstellung der physischen bzw. logischen Netzwerktopologie unter Nutzung gängiger Visualisierungssoftware Kriterienkatalog für die Auswahl der SBCs und deren Schnittstellenumfang Grafische Darstellung des sowohl physisch als auch logisch erweiterten Netzwerks Layer-3-Subnettierungs- und - adressierungsschema Kurzanleitung zur Konfiguration der Einplatinenrechner z.B. unter Zuhilfenahme von Screenshots Testprotokoll zur Konnektivität der Netzwerkerweiterung mit Angabe der verwendeten Kommandozeilenbefehle |
| Inhaltliche Orientierung | Allgemein Schichtenmodelle (ISO-OSI, TCP/IP) Netzwerktopologien Übertragungsmedien (kabelgebunden, -ungebunden) LANs (Ethernet IEEE 802.3, WLAN IEEE 802.11) Layer-2-Protokolle (Frameaufbau, MTU etc.) Layer-2-Switches (Ports, Port-Flooding, Switching-Verfahren etc.) Layer-3-Netzanbindung (Router, IAD, Gateway, IPv4 etc.) Monitoring (Wireshark, tcpdump etc.) SOHO-Netze Mikrocontroller (MCU), Single Board Computers (z.B. Raspberry Pi) Betriebssystem-CLI, -GUI |